Seine erste Frau
Es war ein aufregender und von starkem Herzklopfen begleiteter in jenem Haus gewesen, von dem er gehört hatte, dass man da mit Frauen allerlei erleben könne. Doch er war stark geblieben, er war der duftenden Versuchung nicht erlegen. Doch dann musste es ja passieren: er erlag im hoffnungslosen Kampf gegen sein schlechtes Gewissen, er musste in das magische Haus zurück, mit dem Geld aus seinem Sparschwein in der Tasche, mit klopfendem Herzen und mit roten Ohren. Er schlüpfte heimlich in das Haus, entdeckte, dass an der Treppe vorbei ein Hinterausgang zu einem kleinen düsteren Gang an der Rückseite des Hauses führte. Er wurde neugierig, trat hinaus, sah rechts in kurzer Entfernung zwei Eingänge zu weiteren Treppenhäusern. Wie viele Frauen mussten es sein, die hier wohl auf Männer warteten, die Befriedigung suchten! Er stieg die zweite Treppe bis ganz nach oben hinauf, stellte fest, dass in diesem Flur nur zwei der Zimmer offen standen: in einem saß eine dunkelhäutige Schönheit mit herrlichen Hüften und wildem Haar, im anderen lümmelte sich ein eher mageres Mädchen mit blassem Gesicht und einer Zigarette zwischen den Lippen auf dem Bett. Wieder konnte er beobachten, wie sich eine der geschlossenen Türen öffnete und ein junger Mann mit erhitztem Gesicht heraustrat, der sich dankbar und glücklich lächelnd von seiner „Gastgeberin“ verabschiedete. „Komm bald wieder!“ war ihr Abschiedsgruß.
Benny stieg wieder hinab zu dem kleinen Gang hinter dem Haus und bemerkte erst jetzt, dass da an der Wand eine Reihe von Männern vor einer Metallrinne stand, die offenbar zum Urinieren gedacht war. Alle blickten mit gebeugtem Kopf schräg abwärts und alle hielten ihre mehr oder weniger aufgerichteten Glieder in der Hand und massierten sie eifrig, offenbar in der Hoffnung, ihren lieben Kerl steinhart machen zu können, um bei der Frau ihrer Wahl nicht zu versagen. Benny fühlte plötzlich eine Beklemmung: und wenn es ihm auch so ergehen würde? Er stellte sich dazu und liebkoste und massierte ängstlich seinen Liebling, der aber glücklicherweise tatsächlich gleich fest und hart wurde und bald vor Geilheit strotzte. Jetzt lockte unwiderstehlich der erregende Körper der Frau im ersten Flur, die so wohlgeformte Büste, so wilde Haare und so rote Lippen hatte! Jetzt nur noch zum letzten Mal das schlechte Gewissen beschwichtigen und dann hin zu ihr, zum geliebten Onanierbild seiner heißen Abendrituale. Ja, eilig hin und eilig sagen: „Ficken vierzig?“ und dann: „Komm rein!“ Jetzt war es soweit, jetzt würde endlich das passieren, was ihm immer verboten war, was ihn aber heute ans Ziel all seiner jungen und quälenden Sehnsüchte bringen musste. Die Schöne schloss die Tür, Bennys Herz klopfte zum Zerspringen. Was musste er jetzt tun? Sollte er die Frau umarmen, ihre Brüste streicheln, sie küssen? Oder sollte er lieber zuerst seine Hose runterlassen? Oder besser ihren BH lösen, ihren Slip herunter ziehen um den Weg frei zu machen? Sollte er sich ganz ausziehen, um nackt vor ihr zu stehen? Doch da kamen aus den verführerischen Lippen die ernüchternden Worte: „Dann leg dich mal auf das Bett und ich mache alles andere.“ Benny ließ sich ernüchtert zurücksinken. „Bist du zum ersten Mal hier?“ Benny konnte nur stumm Nicken, so aufgeregt war, so sehr musste er sich darauf konzentrieren, dass sein starker Lümmel nicht schwach würde. Zuerst wurde bezahlt. Langsam strichen die Hände mit den roten Nägeln suchend über die Stelle, an der sein steifer Lüstling sein musste. Sie lösten den Gürtel, den Knopf des Hosenbundes, den Reißverschluss. Sie zogen die Hose herab, die Unterhose. Das Gesicht mit den roten Lippen und dem wilden Haarschopf beugte sich ganz nah zu dem hoffnungsvollen Freudenlümmel herab. Aber noch war es nicht so weit: die Finger mit den rotlackierten Nägeln streiften dem erwartungsvollen kleinen Mann erst ein Kondom über, und dann endlich: ja, die Lippen öffneten sich, sie nahmen den kleinen umhüllten Lüstling auf, der spürte eine Zunge, die sich um ihn herumschlängelte, und er spürte, wie an ihm gesaugt wurde und er gehorchten den Reizen: er stand fest und gerade und voller Hoffnung. Die Lehrerin war zufrieden und meinte hilfreich: „Jetzt entspann dich einfach, gleich geht es weiter.“ Sie stieg ohne weitere Worte über ihn, öffnete ihre Schenkel über dem aufgerichteten Glücksteil, nahm aus einer Tube etwas Gleitgel, verteilte es an der Stelle, an der gleich der erwartungsvolle steife Prinz der unter ihr liegenden Jungen anklopfen würde, dann nahm sie den stramm Erigierten in die Hand, senkte sich herab, die andere Hand öffnete die Spalte und führte den erwartungsvollen Steifen in die feuchte Lusthöhle. Endlich! Endlich! Die Wände dieser warmen und feuchten Höhle umschlossen elastisch und dabei kräftig Bennys Glücklümmel, und der tummelte sich gleich freudig, eifrig, gierig, er tobte sich hier mit all der aufgestauten Lust aus um endlich zum Höhepunkt zu kommen. Die Besitzerin der willigen Muschi brauchte gar nichts zu tun, der harte gierige Eindringling bäumte sich in ihr auf und entlud seine warme weiße Flut in ihr, begleitet von dem seligen Stöhnen Bennys. Doch der Moment war nicht von Dauer, und in Benny regte sich Protest: es darf doch noch nicht vorbei sein, bitte nur noch ein paar Stöße mehr! Was für ein Gefühl! Das Ende war viel zu schnell gekommen! Müsste das nicht viel länger dauern, mit langsamem Genießen und mit schnellen Ekstasen, mit Hinauszögern des Endes und mit einer gemeinsamen totalen Steigerung hin zur Explosion der Triebe bei ihm und bei ihr?
Nüchtern gab die Verführerin den erlösten und schon ziemlich geschrumpften Lümmel frei und kniete neben Benny auf dem Bett. Routiniert nahm sie mit einem Papiertuch das gefüllte Kondom ab und sagte: „Na siehst du, es hat ja geklappt!“ Es hatte geklappt – aber Benny wusste nicht recht, was mit ihm passiert war. Ja, er hatte erlebt, was Männer und Frauen miteinander machen. Aber eigentlich war es doch nur ein Vorgeschmack, ein „Appetithäppchen“ von dem gewesen, was er sich in seiner Fantasie ausgemalt hatte und was er von seinem Besuch in dem Haus der Lust erhofft hatte. Einerseits fühlte sich Benny auf dem Heimweg zufrieden, er hatte ja wirklich „gefickt“. Doch je weiter er sich von dem Haus mit den käuflichen Frauen entfernte, umso stärker meldete sich sein Gewissen; was hatte er getan? Er hatte der sündigen Fantasie, dem verbotenen Begehren nachgegeben, hatte mit einer Hure das getan, was der Ehe vorbehalten war, er hatte seine Unschuld weggeworfen und sich moralisch beschmutzt. Er konnte nicht bereuen, was er getan hatte, aber gleichzeitig verachtete er sich. Wie sollte es jetzt nur weitergehen?
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