Schatten der Begierde
Als Nicole schlafen geht, bleiben Andreas und ihre Mutter Elke allein zurück. Eine Flasche Friesengeist und die Spannung im Raum führen zu einer unerwarteten, leidenschaftlichen Begegnung, die alle Grenzen überschreitet.
Das gedämpfte Licht der Pendelleube über dem Esstisch wirft lange Schatten auf die Eichenplatte und zeichnet die Maserung des Holzes scharf nach. In der Mitte der Tabelle steht die Flasche Friesengeist, ein klarer, hochprozentiger Schnaps, der im Glas sanft schaukelt, wenn jemand die Flasche anfasst. Die Flasche ist noch gut zur Hälfte gefüllt, der Korken liegt neben dem Weinglas, das Nicole vor sich stehen hat. Es ist einer dieser Abende, die langsam entstehen, ohne dass man geplant hat, wie sie enden sollen.
Nicole sitzt neben ihm. Sie ist dreizehn Jahre jünger als er, ein Unterschied, der sich heute Abend in ihrer Haltung widerspiegelt. Sie wirkt erschöpft, die Schultern hängen leicht nach vorne, ihr Lächeln ist höflich, aber müde. Ihr Haar ist zu einem losen Knoten gebunden, und immer wieder streicht sie sich eine Strähne aus dem Gesicht, die Handbewegung schwer und langsam. Sie hat den Kopf auf die Hand gestützt, die Ellbogen auf dem Tisch abgelegt, und starrt auf den Rest des Abendessens, das bereits lange verzehrt ist.
Auf der anderen Seite des Tisches sitzt Elke. Seine Schwiegermutter. Sie ist anders geartet als Nicole, fülliger, mit einer Präsenz, die den Raum sofort ausfüllt, wenn sie ihn betritt. Sie ist heute Abend in einer dunklen Bluse und einem Rock erschienen, die Kleidung sitzt etwas eng, aber sie trägt sie mit einer gewissen Selbstverständlichkeit. Elke hat ein Glas vor sich, das sie immer wieder zum Mund führt. Sie trinkt mit einer Ruhe, die beinahe bedrohlich wirkt, als ob sie den Alkohol nur dazu nutzt, eine Distanz zu überbrücken, die noch niemand benannt hat.
Die Luft im Raum ist schwer von dem Geruch des Friesengeistes. Er ist scharf, fast stechend, mischt sich mit dem Restdunst des Abendessens und dem feinen Duft von Elkes Parfüm, einem blumigen, etwas zu schweren Geruch, der in den Nase sitzt. Es ist bereits das vierte oder fünfte Glas, das sie leertrinken. Niemand zählt mehr genau.
Nicole stößt einen leisen Seufzer aus, ein Geräusch, das fast in der Stille des Raums untergeht, abgesehen vom leisen Surren des Kühlschranks aus der offenen Küche daneben. Sie richtet sich auf, reibt sich über die Augen.
„Ich glaube, ich muss ins Bett“, sagt sie. Ihre Stimme ist leise, belegt von der Müdigkeit und dem Alkohol. Sie sieht zu ihm auf, dann zu ihrer Mutter. „Ich halte das einfach nicht mehr aus. Ich bin völlig fertig.“
Er sieht sie an. Er weiß, dass sie es ernst meint. Nicole ist nie jemand gewesen, der lange wach bleibt, wenn der Körper Ruhe einfordert. Er nickt langsam. „Geh ruhig. Ich räume hier schon weg.“
Elke dreht den Kopf zu ihrer Tochter. Ihre Augen sind klar, trotz des Alkohols, oder vielleicht gerade deswegen. „Du gehst schon?“, fragt sie, und es ist eine Frage, die mehr enthält als nur Neugier. Es ist ein leiser Vorwurf, fast so, als würde sie enttäuscht sein, dass die Atmosphäre, die sich gerade erst aufbaut, schon wieder zerstört werden soll.
„Ja, Mama“, sagt Nicole und steht auf. Sie wankt leicht, als sie sich vom Tisch stößt, fängt sich aber schnell am Stuhllehnenrand. Sie drückt eine flache Hand auf die Tischplatte, um ihr Gleichgewicht zu stabilisieren. „Ich bin einfach kaputt. Morgen ist ja auch wieder ein Tag.“ Sie beugt sich zu ihm herüber, gibt ihm einen Kuss auf die Wange. Ihr Atem riecht nach dem Schnaps. „Mach nicht zu spät, ja?“
„Wir schauen noch ein bisschen fern“, sagt er, obwohl er weiß, dass das nicht die Wahrheit ist. Es ist eine Ausrede, eine Höflichkeit, um den Abend nicht abrupt beenden zu müssen.
Nicole geht zur Tür, dreht sich noch einmal um, winkt kurz und verschwindet dann im Flur. Man hört ihre Schritte auf dem Holzfußboden, das leise Knarren der Stufen, die hinauf in den ersten Stock führen, wo das Schlafzimmer liegt. Dann öffnet sich eine Tür, schließt sich wieder, und das Schloss klickt leise ein. Stille kehrt zurück, aber es ist eine andere Stille als zuvor. Sie ist dichter, erwartungsvoll.
Er und Elke sitzen nun allein am Tisch. Das Licht scheint heller zu werden, oder es ist nur die Tatsache, dass die dritte Person, die die Aufmerksamkeit aufteilte, fehlt. Er greift nach der Flasche Friesengeist. Das Glas ist kühl in seiner Hand. Er gießt nach. Ein helles, klare Flüssigkeit strudelt in sein Glas, füllt es zur Hälfte. Er schüttet den Rest in Elkes Glas, ohne zu fragen. Sie lehnt sich zurück, die Arme vor der Brust verschränkt, und beobachtet ihn.
„Soll ich auch gehen?“, fragt Elke. Ihre Stimme ist tiefer geworden, rauher, vielleicht durch den Schnaps, vielleicht durch die Situation. Sie schraubt den Kopf ein wenig zur Seite, mustert ihn mit einem Blick, der schwer von Bedeutung ist.
Er schüttelt den Kopf, fast unmerklich. „Auf gar keinen Fall“, antwortet er. Er deutet auf die Flasche. „Die ist ja noch dreiviertel voll. Und der Abend ist auch noch nicht vorbei.“
Elke lacht leise, ein kurzes, heiseres Geräusch. „Nicole ist schon weg. Wenn die schläft, hört sie nichts.“
„Deshalb ja“, sagt er. Er nimmt einen Schluck aus dem Glas. Der Schnaps brennt, als er hinunterläuft, eine heiße Spur, die sich vom Rachen in den Magen ausbreitet und von dort aus in die Glieder schießt. Er spürt, wie der Alkohol in seinen Adern pulsiert, wie er die Hemmungen langsam, aber sicher auflöst. Er blickt zu Elke hinüber. Sie wirkt entspannt, die Muskeln in ihren Schultern haben sich gelockert.
Sie ist etwas molliger als Nicole, hat weichere Formen, die unter der Bluse hervorstechen. Ihre Brüste sind größer, drücken den Stoff der Bluse nach vorne, und wenn sie atmet, bewegt sich der Stoff spannungsvoll über ihre Haut. Er hat das schon früher bemerkt, vielleicht einmal bei einem Familienfest oder am Swimmingpool im Urlaub, aber er hat nie darüber nachgedacht. Nicht wirklich. Heute Abend ist anders. Heute Abend ist da eine Kälte im Raum, die nur durch Wärme, durch Körperwärme, durch Berührung gebannt werden kann.
Sie trinken weiter, Wort für Wort, Schluck für Schluck. Die Zeit verstreicht, Minuten werden zu einer unbestimmten Länge, in der das Ticken der Wanduhr im Flur das einzige Geräusch ist, das das Schweigen unterbricht. Sie reden nicht viel. Es ist nicht nötig. Die Anwesenheit des anderen reicht aus, die Spannung aufrechtzuerhalten. Er beobachtet, wie Elke den Rand ihres Glases mit dem Finger umfährt, kreisend, langsam. Ihre Hände sind gepflegt, die Nägel lackiert.
Nach dem fünften Glas ändert sich die Atmosphäre schlagartig. Elke rückt ihr Glas beiseite. „Es ist mir warm“, sagt sie. Sie fächert sich mit der Hand Luft zu, aber es hilft nicht. Ihre Haut glänzt leicht vor Schweiß. „Dieser Schnaps. er macht einen innerlich ganz heiß.“
Er nickt. „Ist seine Wirkung.“
Sie steht auf. Ihr Bewegungen sind fließend, nicht mehr so steif wie am Anfang des Abends. Sie kommt hinter ihm her, legt ihre Hand kurz auf seine Schulter, eine Berührung, die durch das dünne Shirt hindurch zu spüren ist, heiß und fest. Dann geht sie zum Fenster, öffnet es ein Stückchen. Nachtluft strömt herein, kühl, frisch, aber sie reicht nicht aus, um die Hitze in ihrem Körper zu löschen.
„Muss das sein?“, fragt er, ohne sich umzudrehen.
„Ich brenne, Andreas“, sagt sie. Sie dreht sich wieder zu ihm. Ihre Stimme ist kaum mehr als ein Flüstern. „Ich kann das nicht so anziehen.“
Bevor er antworten kann, greift sie nach den Knöpfen ihrer Bluse. Ihre Finger arbeiten schnell, geübt. Ein Klicken, dann noch eins. Der Stoff weicht zurück, gibt ihren Körper frei. Sie zieht die Bluse über die Schultern, lässt sie auf den Stuhl gleiten, auf dem sie gerade saß.
Jetzt sitzt sie nur noch im BH vor ihm. Es ist ein schwarzer, Spitzen-BH, der ihre Haut eng umschließt. Ihre Brüste wirken schwer, voll, drücken gegen den Stoff, der kaum etwas verdeckt. Ihre Haut ist blass im dimmenden Licht, fast durchscheinend. Sie hat noch ihren Rock an, der über ihren Hüften liegt, aber der Fokus liegt auf ihrem Oberkörper, auf der Anblick, den sie ihm jetzt bietet.
Er starrt sie an. Er kann den Blick nicht abwenden. Es ist wie ein Magnet, der seine Augen zieht, sie auf ihre Brust, ihren Hals, den Ausschnitt fixiert. Er spürt, wie sein Herz schneller schlägt, wie der Schlag in seinen Ohren pocht. Der Alkohol rauscht in seinem Kopf, mischt sich mit dem Adrenalin, das plötzlich durch seinen Körper schießt.
„Du siehst mich an“, sagt sie. Es ist keine Frage, sondern eine Feststellung. Sie kommt näher, tritt neben seinen Stuhl, dreht ihn so, dass er direkt zu ihr aufblicken muss.
„Ja“, sagt er. Seine Stimme bricht.
Sie lächelt, ein triumphierendes, fast verführerisches Lächeln. „Magst du das?“
Er antwortet nicht, aber seine Hand zittert, als er nach seinem Glas greift. Er trinkt den Rest aus, setzt das Glas hart auf den Tisch. Dann, fast ohne nachzudenken, greift er an den Saum seines T-Shirts. Er zieht es über den Kopf, die Arme hochgestreckt, der Stoff gleitet über seine Haut, verfängt sich kurz an seinen Ohren, dann liegt es auf dem Boden neben ihm.
Jetzt sitzt er mit freiem Oberkörper da. Seine Haut ist warm, die Muskeln spannen sich an, als er sich streckt. Er fühlt sich nackt, obwohl er noch eine Hose trägt. Es ist das Gefühl der Verletzlichkeit, aber auch der Erregung. Er sieht Elke an. Ihr Blick wandert über seinen Körper, über seine Brust, seinen Bauch, seine Arme. Sie mustert ihn, wie ein Tier ein anderes Tier mustert, bevor es zuschlägt.
„Nicole schläft“, sagt er leise, fast zu sich selbst. Es ist ein Einwand, eine schwache Erinnerung an die Realität, an die Tatsache, dass seine Frau nur ein paar Treppen höher liegt, tief und fest schlafend.
„Ja“, sagt Elke. Sie kommt noch einen Schritt closer, ihre Beine berühren fast seine Knie. „Aber wir sind hier unten. Und wir sind wach.“
Sie legt eine Hand auf seine Brust, ihre Handfläche flach auf seiner Haut, warm und weich. Sie streicht langsam nach unten, über den Brustkorb, Richtung Bauchnabel. Ihre Berührung sendet einen Schockwellen durch seinen Körper, er zuckt leicht zusammen, aber er weicht nicht zurück. Im Gegenteil, er lehnt sich in ihre Hand hinein, sucht nach der Wärme.
Er sieht in ihre Augen. Sie sind dunkel, weit, Pupillen, die fast das gesamte Iris verdrängen. Da ist kein Zweifel, kein Zögern. Nur eine pur, nackte Lust, die ihn spiegelt. Er spürt es selbst, dieses Verlangen, das plötzlich da ist, das alles andere auslöscht. Die Moral, die Vernunft, die Treue – alles verblassen vor dem Bild der Frau vor ihm.
„Willst du das?“, fragt er. Seine Stimme ist rau, heiser. Er weiß die Antwort, aber er muss fragen. Er muss sicher sein, dass er nicht allein in diesem Wahnsinn ist.
Sie antwortet nicht mit Worten. Sie beugt sich vor, ihr Gesicht kommt nah an seines, ihr Atem streift seine Lippen. „Verzweifelt, Andreas“, flüstert sie. „Es ist zu spät für Fragen. Es ist viel zu spät.“ Sie zieht ihn näher, ihre Finger verkrampfen sich leicht in seiner Haut. „Ich bin so geil. ich habe es schon lange nicht mehr so gespürt.“
Es ist wie ein Sturm, der losbricht. Die letzten Dämme brechen. Er steht auf, sie tritt einen Schritt zurück, aber er folgt ihr. Er umfasst ihre Taille, zieht sie an sich heran. Ihre Körper treffen aufeinander, hart und unmissverständlich. Er spürt ihre Brust an seinem Brustkorb, die Wärme, die sie ausstrahlt. Sie riecht nach Schweiß, Parfüm und Alkohol, eine Mischung, die ihn betäubt.
„Alles“, haucht sie an sein Ohr. „Ich will alles.“
Sie drückt ihn zurück, bis er gegen den Tisch stößt, die Kante stößt in seine Oberschenkel. Sie greift nach dem Gürtel seines Hosen, fummelt daran, ihre Finger sind ungeduldig, fast grob. Er hilft ihr, seine Hände über ihren, öffnen den Schnallen, der Reißverschluss öffnet sich mit einem lauten, zischenden Geräusch. Die Hose gleitet herunter.
Sie zieht ihren Rock herunter, tritt daraus, auch den Slip lässt sie fallen. Jetzt stehen sie sich gegenüber, nackt, im grellen Licht der Küche, das keine Fantasien mehr zulässt. Er sieht sie ganz, wie sie ist. Ihre Brüste, groß und hängend, mit dunklen Warzen, die hart sind. Ihre Haut, weich und überzählig, die an manchen Stellen in Falten liegt. Ihr Bauch, rund und weich. Und weiter unten, zwischen ihren Oberschenkeln, ihre Scham, die sie nicht verdeckt. Die Schamlippen sind dunkel, geschwollen, feucht glänzend vor Erregung. Der Anblick ist intim, roh, überwältigend.
Er spürt, wie sein Herz hämmert, wie sein Körper reagiert, wie sein Glied sich spannt, hart wird, schmerzt vor Begierde. Er will sie. Er will sie jetzt, sofort, hier auf dem Tisch, auf dem Boden, egal wo. Es ist eine Triebsucht, die ihn überkommt, animalisch und unkontrollierbar.
Er greift nach ihr, seine Hände wandern über ihren Körper, über ihre Hüfte, ihren Arsch, der fest und rund ist. Er zieht sie an sich, ihre Schenkel drängen gegen seinen, seine Glied liegt an ihrem Bauch, heiß und pochend. Sie stöhnt leise, ein Geräusch, das tief aus ihrer Kehle kommt, primitive und rein.
Sie sinkt zu Boden, zieht ihn mit. Der Boden ist hart, kühl, aber er spürt es nicht. Er spürt nur sie. Er küsst sie, wild, gierig, ihre Zungen verheddern sich, ein Kampf, bei dem es keine Gewinner gibt. Er schmeckt den Schnaps auf ihr, ihre Haut, ihren Speichel. Er beißt leicht in ihre Unterlippe, sie zieht scharf Luft ein, drückt sich enger an ihn.
Seine Hand wandert zwischen ihre Beine. Er spürt die Feuchtigkeit, die Hitze, die von ihr ausgeht. Er streicht über ihre Schamlippen, sie sind weich, geschwollen. Sie öffnet sich für ihn, zieht die Beine auseinander, gibt ihm Zutritt. Er fühlt ihren Kitzler, hart unter seinem Finger, sie zuckt zusammen, ein Stöhnen entweicht ihr.
„Ja“, keucht sie. „Da. Mach weiter.“
Er drückt tiefer, ein Finger gleitet in sie hinein. Sie ist eng, heiß, nass. Sie umschließt ihn, zieht ihn tiefer hinein. Er bewegt den Finger, raus, rein, rhythmisch, und sie antwortet, bewegt ihre Hüften im Takt, presst sich gegen seine Hand. Ihre Atmung geht schwer, schnell, ihr Herzschlag ist an ihrem Hals zu spüren, pocht wild gegen ihre Haut.
Sie greift nach ihm, ihre Hand umschließt sein Glied. Es ist heiß, hart, pocht in ihrer Hand. Sie streicht entlang der Schaft, von der Eichel bis zum Hoden, leicht, dann fester. Er stöhnt auf, beugt den Kopf zurück, die Augen geschlossen. Es ist zu viel, die Intensität ist fast unerträglich.
Sie senkt den Kopf, ihre Lippen berühren seine Brustwarze, ihre Zunge kreist darum, beißt leicht zu. Ein elektrischer Schlag durchzuckt ihn, von der Brust bis in den Bauch. Er zieht ihren Kopf hoch, küsst sie wieder, tiefer, intensiver.
„Ich will dich in mir“, flüstert sie, ihr Atem heiß gegen sein Ohr. „Jetzt.“
Sie dreht sich um, geht auf alle viere, stützt sich auf den Boden, den Arsch ihm entgegen. Er sieht ihren Hintern, die runden Formen, die kleine Delle darüber, und dazwischen ihre feuchte Öffnung, die sich ihm anbietet. Es ist ein Bild, das ihn vollständig überwältigt, das ihn jeden Verstand raubt.
Er geht hinter sie, kniet sich nieder. Seine Hände legen sich auf ihre Hüfte, halten sie fest. Er lehnt sich vor, seine Zunge berührt ihren Kitzler, langsam, von unten nach oben. Sie schreit auf, leise, gedämpft, ihr ganzer Körper zuckt. Er macht es noch einmal, schneller, fester, und sie stößt ihre Hüfte zurück, drückt sich gegen sein Gesicht.
Er leckt sie, trinkt ihren Saft, der süß und salzig schmeckt. Er beißt in ihre Schamlippen, saugt an ihrem Kitzler, und sie windet sich unter ihm, ihre Hände klammern sich in das Tuch des Teppichs. Sie stöhnt, keucht, verliert sich in der Lust.
„Fick mich“, fleht sie. „Bitte, fick mich.“
Er richtet sich auf, führt sein Glied an ihre Öffnung. Der Kopf gleitet hinein, eng, heiß. Er drückt weiter, langsam, bis er ganz in ihr ist. Sie umschließt ihn wie eine Haut, eng und feucht. Er beginnt zu stößen, erst langsam, dann schneller, härter. Jeder Stoß ist ein Schlag, ein Ausdruck seiner Begierde. Sie stößt zurück, trifft ihn, ihr Arsch wackelt mit jedem Stoß.
Die Welt um sie herum existiert nicht mehr. Nur ihre Körper, ihr Schweiß, ihr Atem, die Geräusche, die sie machen. Das Klatschen der Haut, das Stöhnen, das Keuchen. Er spürt, wie die Spannung in ihm wächst, wie der Punkt näher kommt, an dem er die Kontrolle verliert. Er hält sich zurück, will diesen Moment nicht enden lassen.
Sie dreht den Kopf, sieht ihn an, ihre Augen sind glasig, weit. „Komm für mich“, sagt sie. „Ich will alles spüren.“
Das ist es, was ihn über die Kante treibt. Er stößt ein letztes Mal, hart, tief, und dann explodiert er. Er stöhnt laut, spürt, wie er sich in ihr entleert, wellenweise, heiß und intensiv. Sie zuckt, ihre Muskeln ziehen sich zusammen, sie kommt ebenfalls, ein langer, hoher Schrei, der von den Wänden zurückgeworfen wird.
Sie sinken zusammen auf den Boden, schwer, atmend, verschwitzt. Er liegt an ihr, sein Herz hämmert gegen ihren Rücken. Der Raum dreht sich langsam wieder ein, die Gegenwart kehrt zurück, aber sie ist anders. Sie haben eine Grenze überschritten, eine Linie, die es kein Zurück mehr gibt.
Er küsst ihren Nacken, sanft, langsam. Sie dreht sich zu ihm, ihr Gesicht ist rot, die Haare kleben an der Stirn. Sie lächelt, ein müdes, aber zufriedenes Lächeln. „Das war.“, sagt sie, aber sie findet keine Worte.
„Ja“, sagt er. Er weiß, was sie meint. Es ist alles gesagt.
Sie liegen dort eine Weile, schweigen, hören dem Atmen des anderen zu. Die Luft im Raum ist schwer nach Sex und Alkohol, aber es ist eine angenehme Schwere. Er denkt kurz an Nicole, oben im Bett, aber der Gedanke ist flüchtig, ohne Bedeutung. In diesem Moment existiert nur Elke, er selbst, und das, was sie getan haben. Die Nacht ist noch jung, und die Flasche ist noch nicht leer.